Mit der VHS unterwegs zum Bistum Osnabrück
Harsewinkel. Das Bistum Osnabrück wurde um 780 von Karl dem Großen gegründet und liegt zum größten Teil auf dem Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen. Im Mittelalter reichte das Bistum mit den Enklaven um die Pfarrei Wiedenbrück bis in das Gebiet des heutigen Kreises Gütersloh, so dass sich hier interessante historische Verbindungen ergeben.
Zu dieser Zeit war Osnabrück eine Bürgerstadt, der es gelang, sich aus der Vorherrschaft des Bischofs zu befreien. Das gotische Rathaus und die ihm gegenüberliegende Marienkirche sind die wichtigsten baulichen Zeugen des wachsenden bürgerlichen Selbstbewusstseins. Anders als in den Bischofsstädten Münster und Paderborn, wo die katholischen Fürstbischöfe ihre Machtstellung auch in der Zeit der Reformation verteidigen konnten, musste die katholische Kirche im Fürstbistum Osnabrück nach dem 30jährigen Krieg die Landesherrschaft mit den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg teilen.
Ein frühes Beispiel für Toleranz oder doch nur ein Nebeneinander der Konfessionen? Dieser Frage wird der Historiker und Stadtarchivar Eckhard Möller auf der Tagesfahrt nach Osnabrück am Samstag, 17.09., nachgehen. Die Teilnehmer unternehmen eine unterhaltsame zweistündige Stadtführung durch Geschichte und Gegenwart der niedersächsischen Bischofsstadt (u. a. Marktplatz, St. Marienkirche, Friedenssaal). Auf der Rückfahrt werden die fürstbischöfliche Residenz und das Benediktinerkloster in Bad Iburg besichtigt.
Wer mitfahren möchte, sollte sich im Bürgerbüro Harsewinkel für diese interessante Tagestour anmelden (05247/935200). Haltepunkte sind in Schloß Holte-Stukenbrock, Verl, Gütersloh und Harsewinkel.